Es war schon in meinen Teenagerjahren mein Wunsch, viel Zeit mit Menschen zu verbringen und mit ihnen das zu teilen, was sie und was mich selbst bewegt. Ich empfinde es immer schon als sehr spannend und anregend, Menschen zuzuhören, im Gespräch verschiedene Lebensentwürfe kennenzulernen und auch mich selbst immer wieder zu reflektieren.
Durch die vielen persönlichen Gespräche mit Menschen in meiner Zeit als Pastor wuchs in mir immer stärker der Wunsch, mich therapeutisch fortzubilden und über den klassischen Gemeindedienst hinaus, mit Menschen im tiefen Gespräch zu sein. So machte ich von 2008 bis 2012 berufsbegleitend meine Ausbildung in „Systemischer Familientherapie“.
Mit der EFT hat sich Anfang 2021 für mich ein neues Universum im Gespräch mit Paaren eröffnet. Es geht eben nicht darum, dass wir uns als Paar darauf einigen, wie wir die Küche aufräumen, damit wir uns darüber nicht mehr streiten, sondern, dass wir einander mitteilen können, wie wir uns fühlen, wonach wir uns sehnen. Im Alltag fühlt sich das nicht immer sicher an und so geraten wir in unsere Streitmuster mit ärgerlichen Vorwürfen. Ich erlebe es so anspruchsvoll wie bewegend, mit Paaren im Gespräch Momente zu kreieren, in denen sie einander das zeigen können, was hinter ihrem Angriff oder ärgerlichen Rückzug liegt und erleben, von ihrer Partner*in gehört und gesehen zu werden. Es berührt mich, wenn sie einander anschauen, sich vielleicht kurz berühren und zeigen können: „Ich bin da“. Es ist ein „heiliger Moment“, uns verletzlich zu zeigen.
Neben meiner Tätigkeit in der Beratungswohnung bin ich an Wochenenden häufig mit meiner Frau Rahel oder auch allein in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein in Kirchengemeinden zu Familien-Gottesdiensten oder Workshops unterwegs.
In meiner Freizeit genieße ich es, zu paddeln. Die Welt vom Fluss aus gesehen ist ruhiger, langsamer, ich kann meinen Gedanken und Emotionen Raum geben und mich gleichzeitig körperlich fordern. Außerdem höre ich Jazz. Die Kreativität und manchmal auch „Wildheit“ dieser Musik beruhigt und inspiriert mich zugleich. Unseren Sommerurlaub verbringen wir zu zweit oder als Familie am liebsten in der Toskana. Die Weite des Meeres und das hügelige Hinterland, mit seinen lebendigen Dörfern, machen meinen Kopf und mein Herz immer wieder weit.
Für alle musikbegeisterten Leser*innen dieses Textes möchte ich das Lied „Digging In The Dirt“ von Peter Gabriel empfehlen. Dieses Lied bringt sowohl musikdynamisch sowie textlich zum Ausdruck wie wir als Paare in unseren reaktiven Mustern streiten und uns alles Mögliche vorwerfen und erwarten, uns in der Tiefe allerdings nach Nähe und Unterstützung sehnen. Am dynamisch beeindruckendsten finde ich die Orchestervision von 2011.
Aufbautraining und EFT-Supervision absolviert | |
Dipl. Theologie, Systemischer Therapeut/Familientherapeut | |
Sitzungen in Deutsch und Englisch | |
vor Ort Termine | |
Ellernstraße 30, 30175 Hannover, Deutschland | |
Telefon: +49 17696009005 | |
Email: karsten.stank@adventisten.de | |
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